

Die südlichste der Ionischen Inseln – von den Einwohnern liebevoll Zante genannt – wurde schon in der Vergangenheit immer wieder von Reisenden und Dichtern wegen ihrer üppigen Vegetation und landschaftlichen Schönheit gerühmt. Als „Fiore di Levante“ (Blume des Ostens) priesen sie enthusiastisch die weit umhergekommenen Venezianer, die Zakynthos jahrhundertelang beherrschten.
Die Insel besitzt eine abwechslungsreiche Topograhie. Den Ostteil der Insel überziehen Täler und Ebenen, die sich sanft abfallend bis zum Meer erstrecken und in liebliche Buchten mit goldenen Sandstränden münden. Die Berge sind nicht hoch, nehmen aber einen großen Teil der Inseloberfläche ein. Kontrastprogramm pur bietet das karge und herbe, nur dünn besiedelte Bergland im Westen und Norden von Zakynthos. Jäh stürzen die weißen Steilabhänge bis zu 200 m senkrecht ins glasklare Meer. Die spektakuläre Steilküste mit ihren tief eingeschnittenen fjordartigen Buchten und malerischen Höhlen bilden einen landschaftlichen Höhepunkt.
Die feinen Sandstrände der Ostküste gehören zweifelsohne zu den schönsten des Ionischen Archipels. Abgesehen von den ausgedehnten Olivenhainen findet man Zypressen- und Kiefernwälder, die manchmal bis ans Meer heranreichen.
Die Insel ist reich mit Grundwasser gesegnet, dass in Form von Quellen austritt und die Brunnen speist.
Viele Gegensätze machen den Reiz der unmittelbar dem Peloponnes vorgelagerten Insel aus. Dicht bevölkert ist das fruchtbare Flach- und Hügelland im Osten und Südosten. In diesem Garten Eden, der fast das ganze Jahr über blüht und grünt, findet man einerseits idyllische Bauerndörfer, umgeben von Olivenhainen, Obstbäumen und Weinbergen, andererseits quirliges Stadtleben in der viel Charme ausstrahlenden Hauptstadt.
Die seltene Meeresschildkröte Caretta caretta legt ihre Eier in den sandigen Stränden der Süd- und Ostküsten ab. Diese Stränden zählen zu den wichtigsten Biotopen der Caretta caretta im gesamten Mittelmeerraum. Zu ihrem Schutz und zur Aufklärung der Menschen, befinden sich Mitarbeiter – des 1999 gegründeten National Marine Park of Zakynthos – das ganze Jahr über auf der Insel.
Die Zakynthinische Musiktradition wurde durch westliche Elemente nachhaltig beeinflusst. Dadurch entstand eine ganz besondere Form des Liedes, die „Kantade“. Eine Sonderform der „Kantade“, beeinflusst von der kretischen Gesangskunst, sind die „Arékia“, vierstimmige Lieder ohne Instrumentalbegleitung. Die melodischen „Kantades“ werden noch heute mit großer Leidenschaft auf der Insel gesungen.
Dionysios Solomos wurde 1798 auf Zakynthos geboren und starb 1857 auf Korfu. Er ist der Nationaldichter Griechenlands. Die ersten Strophen seiner „Hymne an die Freiheit“, bilden seit 1864 die Nationalhymne Griechenlands.
Zakynthos ist mit dem Festland (Killini auf dem Peleponnes) durch einen regen Fährverkehr verbunden. Die Überfahrt von Killini nach Zakynthos dauert eineinhalb Stunden. Von Athen aus kann man die Insel ganzjährig mit dem Flugzeug erreichen. Von Mai bis Oktober gibt es Direktflüge von diversen europäischen Metropolen.